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Typologien – Ein sich ständig änderndes Muster

Typologien gab es seit es Menschen gibt, aber erst im vergangenen Jahrhundert wurde es zur Wissenschaft gekürt. Seitdem hat sich sehr viel geändert. Nur zwei Fakten – die für die heutige Zeit an Relevanz gewonnen haben – anzusprechen, die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft und das Internet mit der ständigen Erreichbarkeit, haben die Kommunikation grundlegend geändert.

Wenn Pünktchen mit Karo über Streifen spricht, während sie sich gegenseitig mustern.

Heutzutage sind die Urtypologien wie die Zwanghaften, die Menschenfreunde, die Unabhängigen und die Impulsiven immer noch zu finden, doch inzwischen sind die Grenzen zueinander fast verwischt. Einige Hauptmerkmale sind jedoch unverkennbar und deshalb zeitlos. Während der Neuorientierung der Typologien schienen mir die alten Namen dieser Klassifikationen nicht mehr zeitgemäß bzw. widersprüchlich, d.h. negativ belegt.

Doch irgendwann kam die rettende Idee: Muster! Da ich mich schon lange mit Mustern beschäftige, ob es sich nun beim Stricken oder beim Erkennen von Verhaltensmustern im psychologischen Bereich handelt, diese Differenzierungsmöglichkeit ist mir schon lange geläufig und schien mir angemessen. Dadurch hatte ich auch keine Schwierigkeiten bei der Zuordnung meiner neuen Klassifikation in die vier Typen: Kariert, Gestreift, Gepunktet und Gemustert.

Die vier Basistypen

Die Typologie der Karierten beinhalten die Ordentlichen, die Planbaren, die Eigensinnigen oder die Pedantischen.

Die Typologie der Gestreiften beinhalten die Unabhängigen, die Ich-Betonten, die Bindungsscheuen oder die Außenseiter.

Die Typologie der Gepunkteten beinhalten die Einfühlsamen, die Hilfsbereiten, die Unselbstständigen oder die Konfliktscheuenden.

Die Typologie der Gemusterten beinhalten die Impulsiven, die Risikofreudigen, die Geltungssüchtigen oder die Kontaktsüchtigen.

Chancen und Grenzen einer Typologie

Die meisten Persönlichkeitsschemen sind funktional ausgerichtet. Sie wollen den Menschen nicht ändern, sondern die Zusammenarbeit von Menschen in einer bestimmten Situation optimieren. Erst in zweiter Linie können sie dabei helfen, dass der Einzelne sich selbst erkennt, seine Stärken ausbaut und mögliche Schwächen bekämpft.

Nützliche Erkenntnisse

Ich brauche mich nicht zu verbiegen. Wenn ich von meiner Grundstruktur eher introvertiert bin, würde ich mich dauerhaft unglücklich machen, wenn ich von einem Leben als Showstar zu träumen wage.

Es gibt Menschen, deren Erfahrung und Einschätzung für mich nicht so relevant sind, wie sie mir gerne weismachen wollen, weil sie ein ganz anderer Typ sind als ich.

Meine Probleme habe ich nicht alleine. Es gibt viele ähnliche Menschen wie ich, die mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Weil ich um die Andersartigkeit jedes Einzelnen weiß, kann ich andere Menschen besser verstehen und gezielter auf sie eingehen.

Fazit: Typologien sind optimale Werkzeuge, um sich und andere besser zu verstehen.